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Gewalt und Proteste in der Türkei gehen weiter

Istanbul - Nachdem die türkische Polizei am Samstagabend mit Gewalt den wochenlang besetzten Gezi-Park in Istanbul geräumt und dabei offenbar mehrere Hundert verletzte Demonstranten in Kauf genommen hat gehen die Proteste weiter. Auf der zum Taksim-Platz führenden Einkaufsstraße Istiklal Caddesi setzte die Polizei am Sonntag erneut Tränengas und Wasserwerfer ein, berichteten Augenzeugen. Zuvor hatte die Polizei angekündigt, jeder Demonstrant, der zum Taksim-Platz gehe, werde als "Terrorist" angesehen.

Zahlreiche Menschen setzten sich darüber hinweg, nach Zeugenaussagen sollen Demonstranten auch mit Steinen geworfen haben. Ein Reporter der ARD berichtete, rund um den Taksim-Platz spielten sich "regelrechte Hetzjagden" ab. Gleichzeitig versammelten sich aber auch Tausende Anhänger von Ministerpräsident Erdogan. Die Türkei erlebt die heftigsten Unruhen seit Jahren. In Berlin gab es unterdessen erneut Solidaritätskundgebungen für die Protestler, die sich insbesondere in Kreuzberg und vor der türkischen Botschaft mit Plakaten wie "Taksim ist überall" versammelten.

Foto: Solidaritätskundgebung in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

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