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Gewerkschaft EVG verlangt Gehaltsstopp für Bahn-Manager

Die größte deutsche Bahngewerkschaft EVG hat den Vorstand des Deutsche-Bahn-Konzerns aufgefordert, nach den Mitarbeitern nun auch selbst Zugeständnisse zu machen - und für die nächsten zwei Jahre auf Gehaltserhöhungen zu verzichten. "Wir fordern vom Bahnvorstand für die Jahre 2021 und 2022, auf jegliche Gehaltserhöhungen für Führungskräfte, Vorstände und leitende Angestellte zu verzichten", sagte der designierte EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). Hommel ist derzeit EVG-Vizechef und soll im Dezember zum neuen Vorsitzenden gewählt werden.

Im Arbeitnehmerlager wächst schon länger der Unmut über die Bahn-Spitze. Die Mitarbeiter seien bereits in Vorleistung gegangen, sagte Hommel. "Jetzt muss das Management zeigen, dass es in der Krise ebenfalls zum Verzicht bereit ist. Wir fordern das schon seit dem Frühjahr. Nun wollen wir Taten sehen." Spätestens im Dezember könnte eine Entscheidung fallen. "Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im Dezember wird das auf der Tagesordnung stehen. Eine Spaltung der Belegschaft können wir uns in dieser Krise wahrlich nicht leisten." Hommels ist Vizechef des Bahn-Aufsichtsrats. Aus der Belegschaft werden zudem Forderungen nach einer generellen Reform der Managerbezahlung bei der Bahn laut. Die EVG macht sich im Aufsichtsrat für das Aussetzen aller bestehen Leistungsbezugssysteme für Vorstände, Führungskräfte und leitende Angestellte stark. Das System müsse umgebaut werden, heißt es aus der Gewerkschaft. Wichtig seien Verständlichkeit, einheitliche Regelung, Transparenz, Gleichbehandlung der Vorstände, von Führungskräften und leitenden Angestellten in der Bahn-AG und allen mit ihr verbundenen Unternehmen. Das bisherige System sei in Notlagen wie dieser nicht für schnelle Reaktionen geeignet. Die EVG kündigte an, im Aufsichtsrat ein neues Vergütungssystem vorzuschlagen. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Deutsche Bahn, über dts Nachrichtenagentur

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