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Gewerkschafts-Chef beklagt Ausbeutung von Südosteuropäern in der Fleischindustrie

Berlin – Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) schaltet sich in die aktuelle Diskussion über die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie ein. NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) hatte zuvor unter Berufung auf Ergebnisse einer Sonderaktion des NRW-Arbeitsschutzes von Lohndumping und „frühkapitalistischen Zuständen“ gesprochen. Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der NGG, sagte dazu der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Der Missbrauch von Werkverträgen ist nicht nur ein Problem an den großen Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen, sondern bundesweit. Der hohe Anteil von Werkverträgen, vor allem die damit einhergehende Ausbeutung und teilweise menschenunwürdige Behandlung von Beschäftigten aus Südosteuropa, ist nicht länger hinnehmbar.“

In einem Geflecht von Sub- und Sub-Sub-Unternehmen entzögen sich einige Auftraggeber ihrer Verantwortung, anständige Löhne zu zahlen. Güster fordert „einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, aber besser noch eine tarifliche Lösung für die Fleischbranche, die dann auch für die Werkverträge gelten müsste. Niedersachsen hat in dieser Woche den richtigen Weg beschritten, auch für angemessene Standards bei der Wohnsituation zu sorgen.“

Foto: Hackfleisch, über dts Nachrichtenagentur

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