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Gewerkschaftschef fordert Mindestlohn in Fleischwirtschaft

Berlin - Der Chef der Gewerkschaft Nahrung, Gaststätten und Genussmittel (NGG), Franz-Josef Möllenberg, fordert die Einführung eines Mindestlohns in der Fleischwirtschaft. "Wir haben von diesen Arbeitsbedingungen, also von der Höhe der Löhne gewusst und wir haben das immer wieder thematisiert", sagte Möllenberg am Dienstag im "Deutschlandfunk". Allerdings habe die Politik nichts gegen die niedrigen Löhne unternommen, so der Gewerkschafter.

"Die Politik hört sich das an, das geht im linken Ohr rein und aus dem rechten Ohr wieder raus." Die Politik müsse aufhören sich wegzuducken, forderte der Gewerkschafter. Die Auftraggeber müssten verpflichtet werden, "dass die Menschen ordentlich entlohnt werden. Das ist eine Frage von Mindestlohn, das ist aber auch eine Frage, wie man mit der Würde von Menschen umgeht, sie nicht in irgendwelchen Stallungen einpfercht und sie letztendlich dort, wie wir es im Saarland vorgefunden haben, halb verhungert, halb verdurstet irgendwo liegen haben", so Möllenberg.

Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Nicht in der Beziehung zwischen Unternehmer und Arbeiter, nicht auf der Erzeugungsseite, sondern in der Beziehung zwischen Monopolinhaber und Käufer bzw. Entleiher, auf der Geldseite vollzieht sich die Erhebung des Zinses. Daraus folgt auch, dass der Unternehmer nicht, wie Marx annimmt, der Ausbeuter schlechthin ist. Ein Unternehmer, der mit geliehenem Kapital auf gepachtetem Grund produziert, vermag wohl den Zins zu erheben, muss ihn aber an die Eigentümer von (Geld-)Kapital und Boden abführen. (Ist hingegen der Unternehmer zugleich Kapitalist, dann besteht sein Einkommen aus einer Mischung von Unternehmerlohn und Zins.)

    Sind somit die Ausgangspunkte von Marx grundsätzlich falsch, so sind es seine weiteren Folgerungen nicht minder. Da das Privateigentum an den Produktionsmitteln nicht die Ursache der Ausbeutung bildet, vermag eine Verstaatlichung begreiflicherweise die Ausbeutung auch nicht zu beseitigen. An die Stelle des privaten Kapitalisten, der immerhin an das Prinzip der Wirtschaftlichkeit gebunden ist, tritt lediglich der Staat, für den diese Bindung nicht mehr gilt. Am Grundsatz der monopolistischen Ausbeutung ändert sich dadurch nichts.

    Falsche Streikparolen

    Auch die marxistischen Streikparolen erweisen sich als unrichtig. Denn da das Kapital keine Sache, sondern ein Knappheitszustand ist, wirkt alles, was den Zustand der Kapitalknappheit zu verstärken geeignet ist – wie etwa jeder Krieg, weil er Sachgüter zerstört, aber auch wie jeder Streik, der die Erzeugung von Sachgütern unterbindet -, der Überwindung des Kapitalismus entgegen. Der Spruch:

    „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will“

    lockt die Arbeitenden auf eine falsche Fährte. Der Streik schadet dem Kapitalismus nicht nur nicht, sondern richtet seine Spitze gegen die Arbeitenden selbst, weil er dazu beiträgt, die Sachgüter knapp und daher Zins tragend zu halten. Durch Streik kann bestenfalls der Reallohn einer bestimmten Gruppe von Arbeitenden erhöht werden, und zwar stets auf Kosten der übrigen Arbeitenden, niemals aber auf Kosten des Zinses. Streikerfolge dieser Art sind immer nur Scheinerfolge, weil sie dem Zins nichts anzuhaben vermögen. Würde der Zins ernsthaft angetastet werden, dann antwortet unweigerlich ein Investitionsstreik des Geldes, der weit wirkungsvoller ist als der Streik der Arbeitenden!

    Im Interesse der Arbeitenden liegt es also, dass nicht gestreikt, sondern möglichst ununterbrochen gearbeitet wird. Nur dadurch ist es möglich, jene Fülle von Sachgütern zu schaffen, die notwendig ist, um den Zins herabzudrücken und zuletzt ganz zu beseitigen. Nach Gesells Worten soll der Zins in einem Meer von Kapital untergehen. Stillstehende Räder bilden lediglich ein Hindernis auf dem Wege zu diesem Ziel. Darum muss es anstelle der Marxschen Streikparole richtig heißen:

    „Alle Räder müssen laufen, soll das Kapital ersaufen.“

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