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Giffey fürchtet Verschärfung des Generationenkonflikts

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen, in der Coronakrise spezielle Schutzmaßnahmen für ältere Menschen vorzunehmen. „Wir dürfen bestimmte Gruppen nicht dauerhaft von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen“, sagte Giffey der „Welt am Sonntag“. Gerade Ältere, die aktiv seien und voll im Leben stünden, empfänden es als Zumutung, nach Hause geschickt zu werden.

Es sei ein großer Unterschied, ob man eine Empfehlung ausspreche oder ein Verbot, so die Familienministerin. „Wenn wir zu Lockerungen kommen, können wir nicht bestimmten Gruppen die Bewegungsfreiheit verbieten – weder den Älteren noch den Jüngeren.“ Das würde auch den Generationenkonflikt verschärfen, warnte Giffey. „Wir sind ein freies Land. Jeder hat aber eine Verantwortung – für sein eigenes Leben und das der anderen.“ Den Menschen in Deutschland gehe es trotz aller Erschwernisse immer noch sehr gut, sagte die Familienministerin. Dafür könne man dankbar sein. „Ich wünsche mir, dass wir am Ende dieser Krise besser erkennen, was wirklich zählt und auch die kleinen Dinge mehr schätzen: gesund zu sein, sich mit Freunden zu treffen, seine Eltern zu umarmen, frei durch die Stadt zu laufen, ohne Maske Luft zu schöpfen. Achtsamkeit – vielleicht ist es das, was die Krise uns am Ende lehrt.“

Foto: Senioren und Jugendliche, über dts Nachrichtenagentur

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