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Grüne knüpfen EZB-Pläne zu Ankauf von Kreditpaketen an Bedingungen

Berlin/Frankfurt – Die Grünen lehnen Pläne einzelner Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem Ankauf risikobehafteter Kreditpakete aus Südeuropa ab. Zugleich skizzierte die Chefhaushälterin der Grünen-Bundestagsfraktion, Priska Hinz, allerdings einen Weg, den sie mittragen könnte. „Einen Ankauf nur von faulen Krediten sehe ich problematisch. Man könnte jedoch prüfen, ob der Ankauf von kompletten Kreditverbriefungen, also die Bündelung von Krediten verschiedener Risikoklassen, die Kreditversorgung in den Programmländern verbessert“, sagte Hinz „Handelsblatt-Online“.

Sie bezog sich damit auf den Umstand, dass einige Euro-Staaten mit einer Spirale aus Kreditklemme und Rezession zu kämpfen haben. Es störe sie jedoch, dass die EZB schon in Problemfeldern aktiv werde, die die Politik nicht entschlossen angehe, sagte die Grünen-Politikerin weiter. „Das Reformtempo muss weiter hoch bleiben, und die Bankenprobleme in den Euro-Staaten müssen gelöst werden“, betonte Hinz. Außerdem müssten die nötigen Schritte zu einer Bankenunion unternommen werden. „Nur so kann die Schuldenkrise im Euro-Raum dauerhaft gelöst werden.“

Foto: EZB, über dts Nachrichtenagentur

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