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Grüne kritisieren Milbradt-Nominierung für Endlager-Kommission

Berlin – Die Grünen kritisieren die Entscheidung der katholischen Kirche, den CDU-Politiker Georg Milbradt in die geplante Kommission zur Suche eines Atommüll-Endlagers zu entsenden. „Die Nominierung von Herrn Milbradt für die Endlager-Kommission durch die katholische Kirche hat mich einigermaßen erstaunt“, sagte die Atomexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl, der „Welt“. „Weder ist mir Herr Milbradt bisher als Vertreter der Kirche aufgefallen noch habe ich ihn zu Endlager-Fragen vernommen“, sagte die Grünen-Politikerin.

„Ganz so freihändig war das mit der Vertretung der Zivilgesellschaft eigentlich nicht gemeint. Aber die Institutionen sind selbstverständlich erstmal souverän in ihrer Entscheidung.“ Die Mitglieder der Kommission zur Suche nach einem Atommüll-Endlager stehen weitgehend fest. Die katholische Kirche hat den CDU-Politiker Georg Milbradt nominiert. Milbradt war Ministerpräsident des Freistaats Sachsen und davor lange in der nordrhein-westfälischen Landespolitik tätig. Die anderen Verbände setzen hingegen nicht auf Politiker. Die Naturschutzverbände haben ihre Teilnehmer noch nicht nominiert und erwägen teilweise einen Boykott. Die Kommission soll mit Vertretern der Länder, mit Bundestagsabgeordneten und Experten besetzt werden. Anfang September soll der Bundestag abschließend über die Zusammensetzung der Kommission entscheiden. Bis Ende 2015 soll diese die Grundlagen der neuen Endlagersuche erarbeiten.

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