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Grüne: Warnhinweise beim KSK wurden zu lange ausgeblendet

Nach Ansicht des sicherheitspolitischen Sprechers der Grünen-Bundestagsfraktion, Tobias Lindner, sind Warnhinweise auf rechte Umtriebe und rechtsextremistische Vorfälle beim Kommando Spezialkräfte (KSK) viel zu lange ausgeblendet worden. „Im KSK gab es jahrelang eine falsch verstandene Kameradschaft, die zu einer Kultur des Wegschauens geführt hat. Der MAD hatte mindestens eine Sehschwäche auf dem rechten Auge“, sagte Lindner der „Passauer Neuen Presse“.

Und auch im Verteidigungsministerium seien die Vorfälle zu lange als Einzelfälle kleingeredet worden. Seiner Meinung nach handele es sich aber „ganz klar nicht um Einzelfälle“, so der Grünen-Politiker. „Die rechtsextremen Soldaten im KSK haben miteinander kommuniziert, über Handy und Messengerdienste, diese Chatgruppen sind teilweise schon lange bekannt. Die bei dem verhafteten KSK-Angehörigen gefundenen Waffen, Munition und Sprengstoffvorräte machen deutlich, dass er nicht alleine gehandelt haben kann.“ Die von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer angekündigten Reformpläne für das KSK begrüßte Lindner. Die Maßnahmen seien wichtig, dürften aber keine Eintagsfliege bleiben. „Ankündigungen reichen nicht mehr aus.“ Es sei richtig, dass das KSK in den kommenden Wochen unter Beweis stellen muss, dass für Extremismus in seinen Reihen kein Platz ist.

Foto: Bundeswehr-Soldat, über dts Nachrichtenagentur

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