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Gysi für Hilfen und „gegen den Weg der Kredite“ bei EU-Gipfel

Gregor Gysi, der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Linken, hat kurz vor dem EU-Gipfel die in Aussicht gestellten Hilfen für die südlichen EU-Staaten begrüßt. „Bei der Pandemie haben alle erst sehr national gehandelt. Dann haben sie doch erkannt, dass es multinational gehen muss“, sagte Gysi im RTL/n-tv-„Frühstart“.

Der langjährige Fraktionsvorsitzende unterstützte den von Angela Merkel und Emmanuel Macron initiierten Wiederaufbauplan. „Das braucht der Süden auch und natürlich gibt es dagegen Wiederstand.“ Kritisch äußerte sich der Linken-Politiker zu den Forderungen der sogenannten „sparsamen Vier“. Er sei „gegen den Weg der Kredite“. Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden wehren sich gegen den Plan, als Kredit aufgenommenes Geld als reine Zuschüsse weiterzugeben. Stattdessen forderte Gysi: „Wir müssen da jetzt Geld hingeben für den Aufbau, damit die Staaten auch wirklich vorankommen und nicht wieder unter Schulden, Zinsen und Belastungen leiden, dass der Aufbau gar nicht gelingt.“ Zum Umfang der Hilfen wollte sich Gysi nicht festlegen. Die Forderung der Linken-Abgeordneten im Europaparlament, zwei Billionen Euro für den Wiederaufbau bereitzustellen, relativierte er: „Ob es nun der Betrag sein muss oder ein anderer, Hauptsache, es fließt etwas und es beginnt dort der Aufbau“, sagte er der RTL/n-tv-Redaktion.

Foto: Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur

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