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Handwerk fordert Strukturreform in Sozialversicherung

Mütterrenten, Pflegeversicherung und die Mitversicherung von Familienmitgliedern in der Krankenversicherung sollten nach den Worten von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer künftig aus Steuermitteln des Bundeshaushalts bezahlt werden. "Für mich steht fest, dass sich die beitragsfinanzierten Systeme der Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung wegen des demografischen Wandels nicht mehr in der Art fortsetzen lassen, wie wir das kennen", sagte Wollseifer der "Rheinischen Post". Die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme werde ohne Strukturreformen "kaum zukunftsfest zu machen sein", so der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

"Die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben wie etwa die Mitversicherung von Familienmitgliedern in der Krankenversicherung oder die Mütterrenten in der Rentenversicherung oder die gesamte Pflegeversicherung müssen künftig über Steuern und nicht mehr über Beiträge finanziert werden." Zur Finanzierung müsse der Staat Steuerschlupflöcher schließen. Zudem "sollten digitale Dienstleistungen stärker im Inland besteuert werden, damit die großen Digitalunternehmen nicht allein Milliardenumsätze in Deutschland machen, sondern dann auch ihre Steuern hier zahlen", sagte Wollseifer. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Senioren und Jugendliche, über dts Nachrichtenagentur

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