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Haseloff will CDU als „Rechtsstaatspartei“ gegen AfD positionieren

Im Umgang mit dem Flüchtlingsandrang aus der Türkei empfiehlt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) seiner Partei, den Grenzschutz zur Priorität zu machen. „Das Entscheidende ist, dass wir als Rechtsstaatspartei wahrgenommen werden. Da haben wir vor einigen Jahren Einbußen hingenommen“, sagte Haseloff der RTL/n-tv-Redaktion.

Die europäischen Verträge zum Schutz der Außengrenzen und der Zuständigkeit für Migranten müssten eingehalten werden. „Und das war 2015 nicht der Fall. Vieles ist unkontrolliert und unkoordiniert gelaufen“, sagte Haseloff im RTL/n-tv-„Frühstart“. Das hätten die Leute durchaus noch in Erinnerung und das dürfe nicht passieren. Die CDU könne „durch ganz klares rechtsstaatliches Handeln am ehesten dafür sorgen, dass die AfD wieder aus dem parlamentarischen Bereich verschwindet“. Man sei gut beraten, aus der Mitte heraus so weit wie möglich die Flügel auszubreiten, „dass alles, was ins demokratische Spektrum gehört, auch bei uns bleibt“, sagte Haseloff über die künftige Ausrichtung der CDU. „Zur Migrationsfrage brauchen wir eine klare Positionierung, die relativ schnell in den Hintergrund treten lässt, was 2015 und in den Monaten danach gelaufen ist.“ Im Rennen um den CDU-Parteivorsitz sieht Haseloff Friedrich Merz als Favoriten seines Landesverbandes, vor Armin Laschet und Norbert Röttgen. Bei einer Mitgliederbefragung im Landesverband Sachsen-Anhalt zur letzten Vorsitzendenwahl sei „das Rennen eindeutig zugunsten von Friedrich Merz“ ausgegangen, sagte Haseloff. „Er war immer präsent in den letzten zehn Jahren und hat auch in meinem Wahlkampf immer eine Rolle gespielt.“ Zudem müsse die Partei ihre Wirtschaftskompetenzen wieder stärker in den Vordergrund stellen, sagte Haseloff. „Das würde Friedrich Merz gut mit abdecken.“

Foto: Reiner Haseloff, über dts Nachrichtenagentur

 

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