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Hausärzte warnen vor wachsenden Spannungen durch "Impfdrängler"

Ärztevertreter warnen vor wachsenden Spannungen durch „Impfdrängler“. Der Druck auf die Impfzentren und die Arztpraxen wachse, sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Anke Richter-Scheer, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). „Die Impfdrängler werden fordernder.“

Man erlebe jeden Tag Diskussionen mit Leuten, die unbedingt schnell geimpft werden wollen, obwohl sie noch nicht an der Reihe seien. „Die Stimmung wird aggressiv.“ Eine Ursache sei, dass die Priorisierung immer weiter ausgeweitet werde, sodass es für viele immer weniger nachvollziehbar sei, warum der eine schneller an der Reihe sein solle als der andere. „Hinzu kommt, dass viele jetzt ihre Zweitimpfung vorziehen wollen, um so schnell wie möglich von den Rechten für Geimpfte zu profitieren oder sorglos in den Urlaub fahren zu können“, so Richter-Scheer. In den Arztpraxen komme der Ärger mit älteren Patienten dazu, die für eine Impfung mit Astrazeneca vorgesehen sind, aber unbedingt einen anderen Impfstoff haben wollten, so die Medizinerin. „Es gibt nachgiebige Kollegen, die sich jedes Mal auf eine Diskussion einlassen. Besser wäre es, gleich klarzustellen: Wer von seinem Arzt eine Impfung mit Astrazeneca angeboten bekommt, sie aber ablehnt und einen anderen Impfstoff bevorzugt, muss mit längeren Wartezeiten rechnen.“ Er müsse dann warten, bis es möglicherweise im Sommer so viel Impfstoff gebe, dass die Leute wählen könnten. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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