Hausbau: Thermische Sanierung rechnet sich

Wärmedämmung

Wien – Das Energieeinsparungspotenzial von über zwanzig Jahre alten Wohnhäusern ist enorm. Wie Daten des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO-Österreich) zeigen, ist der Heizwärmebedarf in einem 1960 errichteten Haus um ein Vielfaches höher als jener eines Neubaus. Einerseits geht über die Gebäudehülle sehr viel Wärme verloren, anderseits liegt der Brennstoffverbrauch veralteter Heizsysteme weit über dem Verbrauch neuer Anlagen. So benötigen moderne Öl-Brennwertgeräte im Gegensatz zu alten Doppelbrand- oder Wechselbrandkessel 40 Prozent weniger Brennstoff. Ein Vergleich von Kosten und Nutzen unterschiedlicher Sanierungsmaßnahmen bestätigt: Die Heizungsmodernisierung zählt zu den effizientesten und kostengünstigsten Einsparungsmöglichkeiten.

Gegen Ende des Winters ziehen Österreichs Haushalte Bilanz: Wie hoch waren Energieeinsatz und Heizkosten? Und was kann getan werden, um beides in der nächsten Heizsaison zu reduzieren? Rund drei Viertel des Energieverbrauchs in einem Durchschnittshaushalt gehen auf den Raumwärmebereich zurück. Um den Energiebedarf zu senken, gibt es grundsätzlich zwei Ansatzpunkte: Einer stellt die Effizienzsteigerung bei der Wärmeerzeugung in den Mittelpunkt, der andere die Reduktion der Wärmeverluste.

Energiesparen beginnt beim Heizen

Der technische Fortschritt bei Ölheizungen ist enorm. Eine alte Ölheizung weist oft einen Jahresnutzungsgrad von nur 60 Prozent auf. Das bedeutet, dass die im Brennstoff gespeicherte Energie zu knapp 2/3 genutzt wird. Moderne Öl-Brennwertanlagen sind hochentwickelte Systeme, die selbst die Abgaswärme nutzen und ins Heizsystem einspeisen. So ist mit diesen Anlagen ein Jahresnutzungsgrad von rund 96 Prozent möglich. „Das erklärt u.a. die hohe Brennstoffersparnis, die je nach Alter des getauschten Heizkessels bis zu 40 Prozent beträgt“ (1), so Martin Reichard, Geschäftsführer des IWO-Österreich. „Die gesamten Modernisierungskosten inklusive Kaminsanierung liegen durchschnittlich bei etwa 9.000 Euro. Nimmt man die Förderung der Heizen mit Öl GmbH in Anspruch, reduziert sich dieser Betrag um 2.000 bis 3.000 Euro.“

Nächster Schritt: Wärmedämmung

Ein Wohnhaus verliert über das Dach etwa 30 Prozent der Wärme, rund 25 Prozent gehen über die Fassade verloren. Fenster und Türen verursachen einen Wärmeverlust von durchschnittlich 15 Prozent. Um eine bessere Wärmedämmung zu erzielen, können verschiedene bauliche Maßnahmen getroffen werden, die im Verhältnis zu den Einsparungseffekten aber wesentlich teurer als eine Heizkesselmodernisierung sind:

Fassadendämmung: Kosten ca. 20.000 Euro, Ersparnis: 22 Prozent Fenster- und Türentausch: Kosten: ca. 18.000 Euro, Ersparnis: 10 Prozent Dachdämmung: Kosten ca. 16.000 Euro, Ersparnis: 8 Prozent Kellerdeckendämmung: Kosten ca. 4.000 Euro, Ersparnis: 4 Prozent

Foto: © Jürgen Fälchle – Fotolia

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