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HDplus hat fast 800.000 zahlende Kunden

Luxemburg – Der Luxemburger Satellitenkonzern SES baut sein Geschäft mit kostenpflichtigem, hochauflösendem Fernsehen weiter aus. Das Bezahlangebot HDplus hat in Deutschland mittlerweile 2,8 Millionen Nutzer. Das ist eine Steigerung um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das Unternehmen geht von weiterem schnellem Wachstum aus. „Wir streben in diesem Jahr eine Million zahlende HDplus-Haushalte an. Das hat in der Branche niemand für möglich gehalten“, sagte Wilfried Urner, Chef der SES-Tochter HDplus, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) in München. Mit HDplus können Haushalte mit Satellitenempfang nahezu alle privaten Sender wie RTL, Vox, Pro Sieben, Sat 1 und Tele 5 in hochauflösender Qualität (HD) empfangen. Knapp drei Jahre nach dem Start des digitalen Satellitenreceivers befinden sich allerdings noch rund zwei Millionen Kunden in der Gratisphase. Im ersten Jahr nach Vertragsabschluss wird das Angebot kostenlos zur Verfügung gestellt. Anschließend kostet der digitale HD-Empfang dann jährlich 50 Euro. In den vergangenen Monaten hatte sich das Wachstum von HDplus beschleunigt. Laut Urner zählte das Unternehmen bis Ende September 761.000 zahlende Kunden. Allein im vergangenen Quartal seien 127.000 dazugekommen. Für die letzten drei Monate des Jahres prognostiziert die Tochter von Europas größtem Satellitenkonzern SES über 200.000 zusätzliche, zahlende HDplus-Haushalte HDTV ist für die Fernsehbranche ein Wachstumstreiber. Durch den Erfolg der Flachbildschirme wächst die Nachfrage. Mittlerweile verfügen mehr als die Hälfte aller Satellitenempfänger über die HD-Technik. Zuletzt erreichte SES mit seinen HDplus- und Sky HD-Receivern einen Marktanteil von 70 Prozent. Noch ist die deutsche SES-Tochter HDplus aber ein Zuschussgeschäft. Urner wollte nicht sagen, wann HDplus die Gewinnzone erreichen wird. Er sagte nur: „Wir sind wirtschaftlich in der Spur“. SES äußert sich auch nicht zum Umsatz von HDplus. Marktanalysten gehen von einem Erlös von 50 Millionen Euro in diesem Jahr aus. Die Luxemburger Konzernmutter beobachtet die Entwicklung in Deutschland mit Argusaugen. Denn sie möchte das Geschäftsmodell HDplus auch in andere Länder Europas exportieren. Erst im September hat das Unternehmen auch ein kostenpflichtiges Video-on-Demand-Angebot namens HDplus Replay auf den Markt gebracht. Das Angebot läuft allerdings erst langsam an. „Wir wollen sehr zügig im sechsstelligen Bereich sein“, sagte Urner. 300.000 in den nächsten Jahren sei sein Ziel.

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