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Hessischer SPD-Chef kritisiert Management der Deutschen Börse

Angesichts der vor dem Scheitern stehenden Fusion mit der London Stock Exchange kritisiert der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel das Management der Deutschen Börse: "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Börse die politische Dimension der Fusion massiv unterschätzt haben", sagte der Fraktions- und Landesvorsitzende der Hessischen SPD dem "Handelsblatt". Von einer Börsenfusion seien stets auch hoheitliche Aufgaben und die Finanzmarktregulierung berührt . Ein Sprecher der Börse wollte den Vorwurf nicht kommentieren. Am Mittwoch will EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ihre Entscheidung zu den Fusionsplänen verkünden. Im Umfeld der Börsen wird erwartet, dass Brüssel die Fusion untersagt, nachdem die LSE der Aufforderung zum Verkauf einer Tochterfirma nicht nachkommen möchte. Als wahrscheinliche Erklärung dafür gelten unterschiedliche Ansichten in der Standortfrage. Während Deutschland auf eine Verlagerung des Holdingsitzes der Börse drang, pochte die LSE auf den Fusionsvertrag, der London als Sitz vorsieht. Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Sitz des Konzerns nach einem Brexit außerhalb der EU hätte liegen sollen, sagte Schäfer-Gümbel. "Die Fusion ist grundsätzlich sinnvoll, aber angesichts ihrer Gestaltung muss man froh sein, dass es nun nicht dazu kommt." Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

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