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Hollande: Der „Anti-Sarkozy“ auf dem Weg in den Elysée-Palast

François Hollande, Jean-Marc Ayrault, Lizenz: dts-news.de/cc-byParis - François Hollande im Wahlkampf. Seine größte Herausforderung: Zu zeigen, dass er alles hat, was ein Präsident braucht. Seit Monaten reist der sozialistische Präsidentschaftskandidat durch Frankreich . Dabei präsentiert sich der 57-Jährige als bodenständiger Mann: "Ich bin, was Sie sehen. Ich trickse nicht, ich muss mich nicht verstellen, mich nicht wie jemand anderer verhalten. Ich bin, wie ich bin, einfach, direkt, frei." Hollande ist der Gegenentwurf zum hyperaktiven Nicolas Sarkozy, Kritiker finden ihn zu langweilig. Hollande wächst in Rouen auf. Sein Vater, ein Arzt, sympathisiert mit den Rechtsextremen, seine Mutter ist Sozialarbeiterin. Gleich an drei Pariser Elite-Universitäten studiert Hollande. 1981 berät er François Mitterand; folgt diesem nach dessen Wahl zum Präsidenten in den Elysée-Palast. Elf Jahre lang ist er die Nummer eins der französischen Sozialisten. 2007 unterstützt er den Wahlkampf seiner Partnerin Ségolène Royal, die gegen Sarkozy antritt. Ségolène Royal unterliegt, das Paar trennt sich - Martine Aubry übernimmt die Führung der Sozialisten. Monatelang verschwindet Hollande in der Versenkung. Als er sich wieder in der Öffentlichkeit zeigt, ist die Journalistin Valérie Trierweiler an seiner Seite. Und Hollande streckt vorsichtig seine Fühler nach einer Präsidentschaftskandidatur aus. Er macht Diät, sein politisches Gewicht aber wächst. François Hollande meint: "Ich bin mir meiner Aufgabe bewusst. Den Wandel verkörpern. Die Linken zum Sieg führen und Frankreich das Selbstbewusstsein zurückgeben." Noch vor einem Jahr hätte niemand auf Hollande gewettet - lange galt sein schillernder Parteifreund Dominique Strauss-Kahn als der große Hoffnungsträger. Dann aber strauchelt der Ex-IWF-Chef über seine Sex-Affären. Sollte Hollande die Präsidentschaftswahl gewinnen, wäre er der zweite sozialistische Präsident seit 1958. Seine Chancen stehen gut.

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