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HP will sich mit 3D-Druck neu erfinden

Der US-Elektronikkonzern HP will vom Boom des 3D-Drucks profitieren. "In fünf Jahren kann das ein großes Geschäft für uns sein", sagte Konzernchef Dion Weisler dem "Handelsblatt". Die Technologie habe das Potenzial, die Industrie zu revolutionieren. HP wolle die Massenfertigung ermöglichen – in eigenen Produkten stammten bereits 50 Prozent der Plastikteile aus dem 3D-Drucker. 2016 brachte das Unternehmen ein erstes Gerät auf den Markt, welches Kunststoff nutzt. In diesem Jahr folgt ein Modell für die Verarbeitung von Metallen. "Deutschland spielt eine große Rolle für uns", so Weisler. Das Land verstehe die Bedeutung der vernetzten Industrie. Zudem gebe es in der Industrie viele Kunden, etwa BMW, und mehrere Partner, die Druckmaterialien zuliefern. 2017 machte das PC-Geschäft noch rund zwei Drittel der Umsätze aus, Drucklösungen erwirtschafteten ein Drittel. Der Konzern legt am Donnerstag Zahlen fürs erste Quartal vor. Auf Dauer könne der 3D-Druck mehr einbringen als das PC-Geschäft, sagte Weisler. In der Industrie kommen 3D-Drucker bislang beim Bau von Prototypen oder Kleinserien zum Einsatz, außerdem bei der Herstellung komplexer Bauteile – die Produktion ist teuer und zeitaufwendig. Marktforscher erwarten jedoch, dass die Geräte in immer mehr Branchen und für immer mehr Zwecke zum Einsatz kommen – auch durchaus für die Massenfertigung. Nach einer Studie der Strategieberatung PwC Strategy& wächst das Marktvolumen bis 2030 auf 22,5 Milliarden Euro, die Steigerungsraten werden je nach Branche zwischen 13 und 23 Prozent erwartet – pro Jahr.

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