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IDW rechnet mit Finanzierungslücke beim Baukindergeld

Der Kompromiss der Großen Koalition zur zeitlichen Befristung des Baukindergeldes stößt bei Ökonomen auf scharfe Kritik. „Es ist ein Armutszeugnis, wenn die Regierung mit dem Baukindergeld ein Instrument einführt und gleichzeitig wieder abschafft“, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). „Eine verlässliche, nachhaltige und langfristige Politik sieht anders aus“, so der Ökonom weiter.

Voigtländer bezweifelt sogar, dass die Koalitionäre ihr Ziel erreichen werden, durch das Auslaufen der Förderung im Jahr 2020 den gesteckten Finanzrahmen von 1,6 Milliarden Euro für die laufende Legislaturperiode einzuhalten. „Nach unseren Berechnungen wird das Baukindergeld in den nun vorgesehen drei Jahren mindestens 2,7 Milliarden Euro kosten“, sagte Michael Voigtländer dem RND. Mögliche Vorzieheffekte durch das Auslaufen der Förderungen seien bei der konservativen Rechnung noch gar nicht berücksichtigt. „Wir müssen davon ausgehen, dass in den kommenden zwei Jahren mehr Eigenheime gebaut und gekauft werden als üblich, was wiederum zu Preissteigerungen führen wird“, so Voigtländer. „Der ohnehin schon minimale Fördereffekt des Baukindergeldes droht dadurch vollends zu verpuffen.“

Foto: Wohnungen, über dts Nachrichtenagentur

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