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IfW will Prognosen von Krisenbeginn revidieren: „Zu tief gefallen“

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, mahnt an, dass man die Prognosen vom Beginn der Krise revidieren muss. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir auch im dritten Quartal nicht zum Normalniveau zurückfinden. Dafür sind wir zu tief gefallen“, sagte Felbermayr dem „Spiegel“.

Es seien Zukunftsängste entstanden, die sehr viel nachhaltiger seien als die direkte Bedrohung durch das Virus selbst. „Die Unsicherheit darüber, ob der Aufschwung kommt, der eigene Job noch sicher ist, die verschwindet nicht, wenn wir jetzt wieder beginnen, Gaststätten und Grenzen zu öffnen“, so der IfW-Präsident. Das führe dazu, dass Menschen mehr sparten und weniger konsumierten. „Unternehmen halten sich bei Investitionsausgaben zurück, weil sie weniger risikofreudig sind.“ Das Vertrauen in die Zukunft habe einen „ernsthaften Schock“ erlitten. „Die Lage der Weltwirtschaft hilft auch nicht: Die USA stecken noch mitten in der Krise, die Schwellenländer stehen möglicherweise erst noch vor der größten Erschütterung“, sagte Felbermayr.

Foto: Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

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