IHK Berlin und HWK veröffentlichen Statistiken zum Ausbildungsmarkt

Die Berliner IHK- und Handwerksbetriebe haben in den letzten sieben Jahren ihre Ausbildungsaktivitäten um zwei Prozent erhöht – trotz des Rückgangs der Schulabgängerzahlen um mehr als 20 Prozent. Diese und zahlreiche weitere Zahlen und Statistiken zum Berliner Ausbildungsmarkt lassen sich ab sofort in der aktuellen Publikation „Berliner Bildung in Zahlen“ finden, die IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin schon zum sechsten Mal gemeinsam veröffentlichen.
Die IHK Berlin und die Handwerkskammer Berlin haben im vergangenen Jahr mit 12.917 neuen Ausbildungsverträgen 100 mehr als im Vorjahr angeboten. Diese Zahl hätte noch höher sein können, wenn die von der Wirtschaft zur Last-minute-Börse angebotenen 2.000 Plätze besetzt worden wären.
Zukünftig gilt es deshalb, die Anstrengungen weiter zu intensivieren und bereits in der KITA und der Grundschule anzusetzen. Die IHK Berlin ist im „Haus der kleinen Forscher“ aktiv, die Handwerkskammer Berlin unterstützt das Projekt „Berliner Schulpate“. Diese Patenschaften bieten beispielsweise die Möglichkeit, jungen Menschen die zahlreichen Berufe in verschiedenen Branchen näherzubringen. Ein hervorragendes Instrument, Jugendliche mit eingeschränkten Vermittlungschancen in eine Ausbildung zu überführen, ist die Einstiegsqualifizierung (EQ): Jugendliche können damit in den betrieblichen Alltag und in eine Ausbildung „hineinwachsen“. Veranstaltungen wie die „Tage der Berufsausbildung“, an der im Juni mehr als 12.000 Jugendliche und mehr als 100 Ausstellungsbetriebe teilnahmen, eignen sich besonders gut, Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen.
Die Statistiken der „Berliner Bildung in Zahlen“ zeigen auch, dass die Schulabgängerzahl ohne Hochschulreife in den letzten Jahren stark rückläufig ist. In einer Stadt, die im Bundesdurchschnitt die höchste Akademikerquote aufweist, stellt das für Unternehmen eine große Herausforderung dar. Deshalb sind Unternehmen besonders bemüht, Abiturienten für eine Ausbildung zu gewinnen.
Zudem wurde mit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz BQFG) ein Signal für eine Willkommenskultur gegenüber ausländischen Fachkräften gesetzt. Mehr als 1.700 Beratungsgespräche haben IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin bereits geführt.
Die „Berliner Bildung in Zahlen“ bestätigt den erfolgreichen Kurs auf dem Weiterbildungssektor: Gegenüber 2005 haben zum Beispiel dreimal so viele Teilnehmer erfolgreich an AEVO-Prüfungen (Ausbildereignungsverordnung) teilgenommen – eine abermalige Bestätigung, wie viel Engagement die Unternehmen in die Sicherung qualifizierter Fachkräfte durch eigene Ausbildung stecken und ein Beleg dafür, dass ein gesteigertes Interesse besteht, in die Fortbildung der eigenen Ausbilder zu investieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert