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Importpreise im September gesunken

Die Importpreise in Deutschland sind im September 2020 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie unterdessen leicht um 0,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr hatte im August 2020 bei -4,0 Prozent gelegen, im Juli 2020 bei -4,6 Prozent.

Der Rückgang der Importpreise gegenüber September 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst: Energieeinfuhren waren um 29,7 Prozent billiger. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdöl mit einem Minus von 32,5 Prozent. Nach einem extremen Preisverfall in den ersten vier Monaten des Jahres waren die Preise für importiertes Erdöl von April bis August 2020 um mehr als das Doppelte gestiegen. Im September gaben sie aber gegenüber dem Vormonat wieder nach (-5,8 Prozent). Die Preise für Mineralölerzeugnisse waren im Vorjahresvergleich um 39,3 Prozent niedriger und gingen ebenfalls gegenüber dem Vormonat (-6,0 Prozent) zurück. Die Preise für Erdgas lagen 17,1 Prozent unter denen von September 2019, stiegen aber im Gegensatz zu Erdöl und Mineralölerzeugnissen mit einem Plus von 14,8 Prozent gegenüber August 2020 zum zweiten Mal in Folge deutlich. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im September 2020 um 1,3 Prozent niedriger als im September 2019. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 1,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im September 2020 um 2,5 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Es verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-13,8 Prozent), Kunststoffe in Primärformen (-8,2 Prozent), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-7,3 Prozent) sowie elektronische Bauelemente (-6,2 Prozent). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus nach wie vor erheblich über dem Niveau des Vorjahresmonats (+22,6 Prozent), so die Statistiker. Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen um 1,0 Prozent unter denen von September 2019. Während unter anderem Tablets (-6,1 Prozent) und Smartphones (-5,1 Prozent) billiger waren, wurden Kraftwagen und Kraftwagenmotoren zu 1,1 Prozent höheren Preisen als im September 2019 importiert. Gebrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 1,1 Prozent billiger. Die Importpreise für Verbrauchsgüter fielen um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere Fleisch- und Fleischerzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahr 5,3 Prozent billiger. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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