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Industriepräsident rechnet mit Diskussion über Impfpflicht

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet im Zuge der vierten Corona-Infektionswelle eine Diskussion über eine mögliche Impfpflicht. Spätestens wenn Intensivbetten wieder knapp würden und Pfleger am Anschlag seien werde man auch über eine „Neujustierung der auf Freiwilligkeit basierenden Impfpolitik reden müssen“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm dem „Spiegel“. Im Winter werde man sehen, ob das Ausschließen einer Impfpflicht für die Politik durchhaltbar sei „oder man nicht doch sagt: Leute, wir müssen die Messlatte höher legen“, so der Industrievertreter.

Wenn jemand medizinische Gründe habe, müsse dies berücksichtigt werden, aber „vor Verschwörungstheorien und Impfverweigerern muss unsere verwundbare Gesellschaft sich, ihre Kinder und Kranken auch besser schützen dürfen“. Der Industriechef kritisierte das Coronamanagement der Bundesregierung als unzureichend: „Es wird Herbst, und wir wissen inzwischen, dass dieses Virus sich bei acht Grad und hoher Luftfeuchtigkeit am wohlsten fühlt. Doch haben wir einen bundesweiten Plan“, sagte Russwurm. „Wir müssen endlich vor die Welle kommen.“. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Impfspritze wird aufgezogen, über dts Nachrichtenagentur

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