ING-Chefökonom: Finanzmärkte brauchen klares Signal von Merkel und Macron

Der Chefvolkswirt der ING-Bank für Deutschland und Österreich, Carsten Brzeski, hat angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten einen gemeinsamen Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron gefordert. „Die Finanzmärkte kann man nur mit einem klaren Signal der Europäer beruhigen“, sagte Brzeski der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es brauche jetzt das klare Signal „Wir lassen kein Land pleitegehen, wir schützen den Euro, koste es, was es wolle“, so der ING-Chefökonom weiter.

So wie Merkel und der damalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy 2008 „immer im Schulterschluss“ aufgetreten seien, „müsste es jetzt auch sein“, so Brzeski. Er begrüßte die Ankündigung der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, das Anleihekaufprogramm der EZB auf 750 Milliarden Euro auszuweiten. „Mit der Ankündigung, für mindestens 750 Milliarden Euro Anleihen zu kaufen, hat die EZB endlich ein deutliches Signal gesendet, dass der Satz von Mario Draghi `whatever it takes` doch weiterhin gilt“, sagte der ING-Chefökonom der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Damit habe die EZB Spekulationen um eine mögliche Pleite Italiens den Riegel vorgeschoben.

Foto: Angela Merkel und Emmanuel Macron, über dts Nachrichtenagentur

 

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