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Investoren befürchten negative Folgen der Krim-Krise

Euro Geldscheine - Investoren befürchten negative Folgen der Krim-KriseBerlin - Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beunruhigt deutsche Top-Investoren. "Eine Verschärfung der Krise wäre besonders für Deutschland gefährlich - wegen der Exportabhängigkeit im Russland-Geschäft und der Importabhängigkeit bei und Gas. Das könnte den DAX belasten", sagte Jens Ehrhardt, Gründer von DJE Kapital

Die Vermögensverwaltung aus Pullach bei München verwaltet Kundengelder in Höhe von zehn Milliarden Euro. Auch andere Vermögensverwalter und Fondsmanager äußerten auf Anfrage von "Handelsblatt-Online" ihre Besorgnis. "Kurzfristig ist die Krim-Krise finanziell nicht gefährlich, langfristig kostet sie uns Geld. Der Absatzmarkt Russland fällt teilweise weg, der Energiemarkt Russland wird vielleicht teurer, und Europa wird deutlich mehr in die Rüstung investieren müssen", sagte Hendrik Leber, Chef der Acatis Investment GmbH aus Frankfurt. Max Otte, Wirtschaftsprofessor und Investor, sieht mögliche Sanktionen gegen Russland kritisch. "Das mag kurzfristig verkraftbar sein, aber es ist ein Spiel mit dem Feuer seitens des Westens. Die USA betreiben schon seit einigen Jahren ökonomische Blockbildung. Man versucht Russland schon seit Jahren aus Europa herauszuhalten", sagte Otte. Eine solche "Blockbildung" habe schon nach der Weltwirtschaftskrise 1929 in die Katastrophe geführt. Die Mehrheit der befragten Geldmanager will an ihren Investments im Aktienmarkt festhalten. Ehrhardt rät allerdings zur Vorsicht: "Wahrscheinlich ist es angesichts der unklaren Perspektiven und der nicht zu unterschätzenden geopolitischen Risiken besser [mit Käufen] zu warten."
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