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IOM rechnet mit Rückgang von Migrantenzahlen aus Libyen

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) rechnet mit einer deutlichen Verringerung der Migrationsbewegungen über das Mittelmeer, sollte es zu einem Friedensprozess in Libyen kommen. "Wenn sich die Lage in Libyen stabilisiert und die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, wird es deutlich weniger Migranten geben, die über das Mittelmeer nach Europa kommen", sagte der Leiter der libyschen Sektion, Federico Soda, der "Welt". "Viele von ihnen werden in Libyen Arbeit finden, wie es schon Jahrzehnte vor dem Krieg der Fall war. Neue Migranten werden auch nach Libyen kommen wollen, um dort zu arbeiten."

Schon heute müsse sich die Staatengemeinschaft auf diese Zeit vorbereiten, sagte Soda weiter. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir sicherstellen können, dass die Menschen sicher und in geordneter Weise nach Libyen kommen können - sodass nicht nur die libysche Wirtschaft, sondern auch die Migranten selbst davon profitieren." Es sei ein Problem, dass viele Migranten in Libyen derzeit "keine richtigen Dokumente" besäßen. Erneut forderte die IOM die libysche Regierung auf, die Haftzentren für Migranten zu schließen. "Die Bedingungen dort sind katastrophal. Es gibt weder Zugang zu medizinischer Versorgung noch zu sanitären Einrichtungen", sagte Soda. "Das Schlimmste ist, dass die meisten Migranten nicht wissen, wie lange sie in den Haftzentren bleiben werden. Das Verfahren ist willkürlich."

Foto: Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

 

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