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IW-Chef warnt Scholz vor Reichensteuer

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, lehnt eine Reichensteuer ab. „Es ist nicht die Zeit, Steuererhöhungserwartungen zu schüren. Dies würde auch das Investieren belasten, das in der Krise schon dramatisch geschwächt wird“, sagte Hüther der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Grundsätzlich hat Deutschland ein wie gewünscht effektiv umverteilendes Steuer- und Transfersystem von oben nach unten.“ Die obersten 25 Prozent trügen rund 75 Prozent des Einkommensteueraufkommens. „Völlig unerheblich sind jetzt auch Parteiprogramme aus einer anderen Zeit. Und wenn es um steuersystematische Argumente geht, dann gibt es Dringenderes, wie die Negativsteuer für Unternehmen als verlässliche Verlustbeteiligung“, sagte Hüther weiter. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor auf das Wahlprogramm von 2017 verwiesen. Dort hatte die SPD einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent und die Einführung einer Reichensteuer gefordert.

Foto: Michael Hüther, über dts Nachrichtenagentur

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