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IWH-Experte Holtemöller fordert Schuldenschnitt für Griechenland

Flagge von Griechenland, Thomas Gruber, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Berlin - Das hochverschuldete Griechenland braucht nach Einschätzung des Wirtschaftsexperten Oliver Holtemöller jetzt einen Schuldenschnitt. "Es gibt kein realistisches Szenario in dem Griechenland in der Lage wäre, seine Schulden aus eigener Kraft zu bedienen", schreibt der Abteilungsleiter Makroökonomie am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einem Beitrag für die Zeitschrift "Superillu". Griechenland bekomme immer wieder frisches Geld aus der EU, von der EZB und vom IWF. "Aber dieses Geld wird nicht etwa dafür eingesetzt, die marode Wirtschaft in Schwung zu bringen. Nein, es wird verwendet, um die Kapitalgeber zu befriedigen."

Das sei doppelt schlecht: Erstens würden die wirtschaftlichen Perspektiven Griechenlands durch die erdrückende Verschuldung auf lange Zeit beeinträchtigt. Zweitens lernten die Investoren, dass sie nicht darüber nachdenken müssten, wem sie Geld liehen. Denn im Notfall werde die Staatengemeinschaft, also die Steuerzahler, die Schulden begleichen, so Holtemöller.
Foto: Flagge von Griechenland, Thomas Gruber, Lizenz: dts-news.de/cc-by

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