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Jemen: Boykott und Gewalt überschatten Präsidentenwahl

Sanaa - Im Jemen haben Drohungen und Gewalt am Dienstag die Präsidentenwahl überschattet. Lokale Medien berichteten, Sicherheitskräfte und politische Gruppierungen hätten sich Feuergefechte geliefert. Dabei habe es mindestens zwei Tote und rund 30 Verletzte gegeben, teilte die Polizei mit.

Die Gewalt konzentriert sich offenbar auf Teile des südlichen Jemen, die Al-Kaida-Terroristen und Anhänger der Separatistenbewegung Al-Herak kontrollieren. So sollen Al-Kaida-Terroristen in einigen Orten der Provinz Abijan die Abgabe der Wahlstimmen verhindert haben. In anderen Bezirken sollen bewaffnete Separatisten den Bürgern den Zugang zu Wahllokalen verwehrt haben. Die Separatistenbewegung tritt für eine Trennung vom Nordjemen ein und hatte, ebenso wie Teile der jemenitischen Revolutionsjugend, Wahlboykotte ausgerufen. In der Hauptstadt Sanaa sowie in den Provinzen Marib und Tais blieb es vor den Wahllokalen dagegen weitestgehend friedlich. Die politischen Parteien im Jemen hatten sich geeinigt, nur einen Kandidaten für das Präsidentschaftsamt aufzustellen. Nachfolger des seit 1978 regierenden Präsidenten Ali Abdullah Salih soll der amtierende Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi werden. Auch er ist bereits seit 1994 im Amt.

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