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Juli-Chefin kritisiert Kemmerich

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, kritisiert die Teilnahme des Thüringer FDP-Landes- und Fraktionschefs Thomas Kemmerich an einer Demonstration mit Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretikern am vergangenen Wochenende als "bescheuerte Aktion". "Das zeigt, dass Thomas Kemmerich in den letzten Wochen nichts gelernt hat", sagte Schröder dem Nachrichtenportal Watson. Dass dieser "mit Verschwörungstheoretikern, Impfgegnern und Rechtspopulisten" auf einer Demo mitlaufe, finde sie "frustrierend, weil es die gute Arbeit der FDP im Bundestag und den Landesparlamenten überschattet und torpediert. Das ist dumm und überflüssig", so die Juli-Chefin weiter.

Die FDP habe "mit der AfD nichts gemein". Es sei wichtig, "dass wir unsere Themen klar machen, ohne populistisch zu werden und uns klar von den Rechtspopulisten abgrenzen. Wir dürfen weder deren Sprache noch deren Mittel nutzen". Auch den Vorschlag des stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) in die FDP aufzunehmen, sieht Schröder äußerst kritisch. Zwar schätze sie Theurer sehr, lehne seinen Vorschlag aber ab: "Wir brauchen in der FDP keine Leute, die sich aus Prinzip gegen den Mainstream stellen und angebliche Tabus brechen, indem sie menschenverachtende Äußerungen tätigen", so die Juli-Chefin. Auf die schlechten Umfragewerte der FDP angesprochen, antwortete sie: "Wir müssen uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und in der Wirtschaftspolitik und Bildungspolitik punkten." Themen seien für die Partei mehr als genug vorhanden, "wir brauchen dafür keinen Populismus", sagte Schröder dem Nachrichtenportal Watson.

Foto: Ria Schröder, über dts Nachrichtenagentur

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