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Käßmann: „Wir dürfen die Ärmsten der Welt nicht vergessen“

Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat dazu aufgerufen, dass die Gesellschaft trotz Corona-Sorgen die Ärmsten der Welt nicht vergisst. In der Welt insgesamt sei „Hunger grausame Realität für Millionen“, schreibt Käßmann in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“. Laut Welthungerhilfe-Bericht für das Jahr 2019 hungern fast 822 Millionen Menschen, zwei Milliarden sind mangelernährt.

„Niemand muss hierzulande verhungern.“ Es gebe auch in Deutschland Arme. „Aber keine Kinder mit mageren Beinchen, großen hervortretenden Augen und aufgeblähten Hungerbäuchen, mit ihren verzweifelten Müttern, die sie nicht ernähren können“, so Käßmann. In vielen Entwicklungsländern verschlechtere sich die Situation durch die Corona-Pandemie zusätzlich. „Bei all unseren Sorgen dürfen wir die Ärmsten der Welt nicht vergessen. Ich bin froh und dankbar, dass unser Land und viele einzelne Personen Organisationen wie die Welthungerhilfe, Brot für die Welt und Misereor unterstützen. Lasst uns das auch in Zeiten von Corona tun.“

Foto: Kinder in einem Slum, über dts Nachrichtenagentur

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