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Kampf gegen Wirtschaftskrise: Spanien schafft Siesta ab

Spanische Flagge, Gilad Rom, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Madrid - Die spanische Regierung will im Kampf gegen die Wirtschaftskrise mit längeren Ladenöffnungszeiten die Einzelhandelsumsätze ankurbeln und schafft die bislang als unantastbar geltende Siesta ab. Nach den Regierungsplänen sollen Ladenbesitzer künftig 90 Stunden pro Woche öffnen dürfen. Bislang durften sie lediglich 72 Stunden in der Woche geöffnet haben.

Auch die Zahl der Sonntage, an denen die Geschäfte öffnen dürfen, soll von zwölf auf 16 erhöht werden, während für Geschäfte in Tourismus-Gebieten noch liberalere Regelungen gelten sollen: Dort dürfen sie künftig an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet haben. Mit den Maßnahmen sollen vor allem ausländische Touristen zum Geld ausgeben animiert werden, nachdem sich Spanien-Urlauber zuletzt immer wieder darüber beklagt hatten, dass die Geschäfte und auch die Restaurants zwischen 14 und 16 Uhr geschlossen waren. Die spanische Regierung ist in der Wirtschaftskrise auf die Einnahmen aus dem Tourismus-Sektor dringend angewiesen. Allein im vergangenen Jahr hatten ausländische Touristen rund 57 Milliarden Euro ausgegeben. Dies entspricht einem Anteil von knapp zehn Prozent am spanischen Bruttoinlandsprodukt.
Foto: Spanische Flagge, Gilad Rom, Lizenz: dts-news.de/cc-by

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