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Kassenärzte gegen Impfempfehlung für alle Kinder ab zwölf Jahren

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kritisiert die GMK-Beschlussvorlage zur Impfung der Zwölf- bis 17-Jährigen. „Impfungen von gesunden Kindern und Jugendlichen sind nach heutiger Studienlage offensichtlich in der Risiko- und Nutzenabwägung noch mit zu vielen Unwägbarkeiten behaftet, um eine generelle Impfempfehlung für alle gesunden Kinder auszusprechen“, sagte er der „Welt“ (Dienstagausgabe). Den derzeitigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) sei an dieser Stelle nichts hinzuzufügen, bisher empfiehlt die Impfung für Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe mit bestimmten Vorerkrankungen.

„Leider wälzt die Politik ihr Versäumnis, andere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um etwa Präsenzunterricht nach den Sommerferien wieder zu ermöglichen, jetzt auf Kinder und Jugendliche und deren Eltern ab, indem ein erheblicher Impfdruck aufgebaut wird“, so Gassen weiter. „Ich sehe es zudem sehr kritisch, dass von politischer Seite großer Druck auf die Stiko ausgeübt wird.“ Letztlich handele es sich doch um eine medizinische Frage, wann jemand geimpft werden sollte. „Sie sollte medizinisch, nicht politisch, beantwortet werden.“ (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Impfampulle von Moderna, über dts Nachrichtenagentur

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