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Kelber befürwortet Handydatennutzung in Corona-Zeiten

Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Ulrich Kelber, hält eine App zur Corona-Bekämpfung prinzipiell für eine gute Idee, stellt aber Bedingungen. „Es wird bei uns keine chinesischen Verhältnisse geben“, sagte er der „Welt“. Zudem warnte er vor überzogenen Erwartungen an ein Programm, welches derzeit für das Robert-Koch-Institut entwickelt wird.

Diese App könne zur Bekämpfung der Coronakrise einen wichtigen Beitrag leisten, allerdings müssten dafür einige datenschutzrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein, so Kelber. Eine praktisch lückenlose Überwachung der Bürger wie in China sei für ihn „undenkbar“. Als Bedingungen nannte er: „Die Sammlung und Auswertung der Daten darf nur für Menschen infrage kommen, die ihr Einverständnis geben.“ Zudem müsse die Technik sicher und transparent gemacht werden. „Außerdem dürfen diese Daten nur für eine begrenzte, klar benannte Zeit ausgewertet werden – und nur zur Pandemiebekämpfung. Danach müssen sie gelöscht werden.“ Zudem sagte Kelber, die mithilfe der App gesammelten Ortungsdaten seien nur eine Ergänzung zu der Arbeit, die vor allem die Gesundheitsämter bisher bei der Ermittlung von möglicherweise coronainfizierten Menschen zu leisten hätten. „Ersetzen können sie deren Arbeit nicht.“ Es zeige sich nun, dass Deutschland „in Teilbereichen des deutschen Gesundheitssystems die Digitalisierung verschlafen“ habe.

Foto: Junge Frau mit Handy, über dts Nachrichtenagentur

 

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