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KiK will sich für besseren Brandschutz in Bangladesch engagieren

Bornen – Nach dem verheerenden Feuer in einer Textilfabrik in Bangladesch, das am Wochenende mehr als hundert Mitarbeiter das Leben kostete, fordert Michael Arretz – Geschäftsführer des deutschen Textildiscounters KiK – mehr Einwirkungsmöglichkeiten der ausländischen Handelsketten auf den Brandschutz in den Fabriken in Asien. Die Notwendigkeit des Feuerschutzes sei „einfach noch nicht in allen Köpfen in den Produktionsländern angekommen. Es gibt Brandschutzprogramme, Informationsmaterial für Mitarbeiter wie Filme oder Plakate. Es ist alles da, um Großbrände zu verhindern. Aber ich sehe eine Umsetzungslücke“, sagte der für Nachhaltigkeit zuständige Geschäftsführer des Händlers aus dem nordrhein-westfälischen Bornen.

Er forderte mehr Engagement der ausländischen Handelsketten: „Notfalls müssen die großen Handelskonzerne das gemeinsam in die Hand nehmen, wenn der staatliche Verband in Bangladesch, der für den Brandschutz zuständig ist, nicht vorankommt“, sagte Arretz der „Welt“. Er plädiere für „eine Null-Toleranz-Politik“ der Handelskonzerne: „Hersteller, die gegen Vorschriften verstoßen, werden abgemahnt und verlieren im Wiederholungsfall den Auftrag. Darüber sprechen wir auch mit anderen Händlern aus Europa“, sagte Arretz, „Brandschutz ist ja nicht so kompliziert – das macht die jüngsten Vorfälle umso tragischer.“ Nach eigenen Angaben ließ KiK selbst noch bis August bei der Firma Tuba Garments in Bangladesch produzieren. Das Unternehmen gab Aufträge an den Hersteller Tazreen Fashion Ltd weiter, der die jetzt abgebrannte Fabrik in Dhaka gehört. Dort wurden auch Sweatshirts für C&A Brasilien produziert. Im September diesen Jahres hatte es in einer Fabrik in Pakistan gebrannt, die auch für KiK arbeitete. Damals gab es 259 Tote.
Foto: kik-Filiale, dts Nachrichtenagentur

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