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Klinikum Fürth erweitert Angebot

Das Klinikum Fürth blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Neben einem positiven Bilanzergebnis konnte dieser Tage Peter Krappmann, Vorstand der kommunalen Einrichtung, weitere erfreuliche Entwicklungen und Ergebnisse verkünden. So stieg die Zahl der Planbetten von 706 auf 742, über 39 000 Patientinnen und Patienten sind stationär bzw. 57 000 ambulant versorgt worden. 2215 Kinder und somit 215 mehr als im Vorjahr haben 2015 im kommunalen Krankenhaus das Licht der Welt erblickt.

Gerade was das medizinische Leistungsspektrum betrifft, hat sich 2015 einiges getan: Neben der Eröffnung der Palliativstation, in der bis zu acht unheilbar kranke Menschen versorgt werden können, setzen die neuen Sektionen „Pneumologie“ und „Elektrophysiologie“ in der Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen weitere Schwerpunkte.

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnten zudem die neuen Reinräume der Krankenhausapotheke in Betrieb genommen werden, die Platz für die Herstellung von Zytostatika und anderen sterilen Produkten bieten, die besonders hohen Qualitätsanforderungen unterliegen. Generalüberholt steht seit Oktober wieder die Station 08 zu Verfügung, auf der infektiöse Menschen bzw. Patienten, die besondere Fürsorge benötigen, betreut werden.

Aktuellstes Projekt: Der Abriss der alten Kinderklinik, an deren Stelle der Bezirk Mittelfranken in dreijähriger Bauzeit eine Psychiatrische Klinik mit 100 Betten errichten lässt. „Insgesamt sind wir gut aufgestellt und alle neu aufgegriffenen Themen haben zu einer Leistungsausweitung geführt“, lautet Krappmanns Bilanz.

Der Blick ist jedoch weiterhin in die Zukunft gerichtet. Um dem demographischen Wandel gerecht zu werden und weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, haben die Klinikumsverantwortlichen gemeinsam mit Beratungsfirmen ein großangelegtes Strategiekonzept erarbeitet. Unter dem Titel „Zielplanung 2030“ soll in den kommenden Jahren eine Neuausrichtung und Sanierung des Krankenhauses in mehreren Bauabschnitten erfolgen. „Das Klinikum wird in den kommenden Jahren eine Großbaustelle sein“, informiert Krappmann. Für den ersten Bauabschnitt, der unter anderem einen OP-Neubau und Platz für weitere Intensiv- und Überwachungsbetten umfasst, läuft bereits ein Architektenwettbewerb.

Dass die Sanierungsmaßnahmen, die mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 100 Millionen Euro zu Buche schlagen, dringend notwendig sind, darin sind sich der Klinik-Chef und Oberbürgermeister Thomas Jung einig. „Wir haben bald die 125-000-Einwohner-Marke überschritten und müssen dem Versorgungsauftrag in unserer Wachstumsregion gerecht werden“, so Jung. Zudem seien viele technische Anlagen und Geräte nicht mehr auf dem neuesten Stand bzw. Räumlichkeiten nicht mehr in einem zeitgemäßen Zustand. „Wir wollen eine qualitativ bessere Unterbringung der Patienten gewährleisten und durch den Einsatz weiterer medizintechnischer Großgeräte unser Angebot erweitern“, so Krappmann.

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