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Konvergenzstrategie der Telekom Austria scheint sich zu bewähren

Telekom Austria Hauptgebaeude - Konvergenzstrategie der Telekom Austria scheint sich zu bewährenWien - Die sowohl national in –sterreich über die A1 Telekom Austria im Markt stehende als auch international besonders im CEE-Raum tätige Telekom Austria Group ist das größte Telekommunikationsunternehmen der Alpenrepublik, das seit dem Jahr 2000 auch an der Wiener Börse notiert ist.

Wie der Konzern in der österreichischen und internationalen Wirtschaft sowie im heiß umkämpften Telekommunikationsmarkt derzeit positioniert ist, zeigten die Ende Februar bekanntgegebenen Jahreszahlen für das Jahr 2012. Nachdem die Telekom Austria Group im vorangegangenen Geschäftsjahr noch einen Verlust von fast 253 Millionen Euro zu verzeichnen hatte, ist es 2012 gelungen, rund 104 Millionen Euro Gewinn einzufahren. Gleichzeitig schrumpften die Erlöse um 2,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, was auf die vielfältigen Regulierungen und den Preisdruck am Markt zurückzuführen sei. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Zahlen stieg die Aktie der Telekom Austria um rund 40 Cent von 4,81 Euro auf 5,21 Euro und konnte sich seitdem sogar auf über 5,70 Euro verbessern. Zurzeit liegt das Papier bei rund 5,52 Euro pro Aktie.

Für 2013 werden weiter hohe Investitionen erwartet


Die Analysten bewerten das Ergebnis zwar durchaus positiv, doch im finanziellen Ausblick für das Jahr 2013 erwartet man ein weiteres Schrumpfen der Umsatzerlöse auf rund 4,1 Milliarden Euro bei relativ konstanter Gewinnerwartung.

Dies liegt nicht zuletzt am erwarteten weiteren Investitionsbedarf, denn in diesem Jahr stehen Versteigerungen von Frequenzen auf dem Plan. Diese werden aller Wahrscheinlichkeit nach einige Kosten verursachen, deren Höhe bisher noch nicht absehbar ist. Dass sich das Unternehmen als Marktführer an der Versteigerung beteiligt, ist dabei natürlich unstrittig, denn die Politik der Expansion und Marktdurchdringung entspricht der angesagten Strategie. Dabei soll die Konzentration auf die hochwertigen Kundensegmente - allen voran die entwickelten mobilen Märkte - erfolgen. Außerdem erwartet die Telekom Austria Group, auch weiterhin von der starken Nachfrage nach Smartphones und mobilen Breitbandlösungen zu profitieren.

Konvergenz als erfolgreiche Unternehmensstrategie


Als konvergenter Anbieter von intelligenten Informations- und Kommunikationsdienstleistungen nimmt die Telekom Austria in –sterreich und in den von ihr bedienten CEE-Märkten eine führende Position ein. Zu diesen Märkten gehören Bulgarien, Kroatien, Serbien, Slowenien und Mazedonien sowie Weißrussland und Liechtenstein. Während die TA in einigen Staaten als Start-up begann, hat sie in Bulgarien, Weißrussland und Slowenien die Marktposition bereits vorhandener Unternehmen als Basis genutzt, um durch deren Übernahme ihre Marktposition zu sichern.

Momentan ist die Telekom Austria weiter mit Hochdruck dabei, ihr Portfolio im CEE-Markt sinnvoll zu ergänzen. Dies unterstreicht noch einmal die eingeschlagene Linie, als konvergenter Dienstanbieter aufzutreten und möglichst vielfältige Kanäle und Telekommunikationsdienste im derzeitigen Einzugsbereich unter den sprichwörtlichen Hut zu bringen. Ziel der Telekom Austria ist dabei, über ihre Töchter in den verschiedenen Ländern des CEE-Raumes weiteres Terrain zu gewinnen und den Markt zu beherrschen.

Telekom Austria weiter auf erfolgreicher Einkaufstour


So nutzte der österreichischen Telekommunikationsriese erst jetzt wieder eine Möglichkeit, das Portfolio kräftig aufzustocken. Mit dem erfolgreichen Erwerb der „YESSS!“ (YESSS! Telekommunikation GmbH) von Orange Austria Anfang des Jahres, konnte die Marktführerschaft im eigenen Land gestärkt werden und über die kroatische Tochter Vipnet ist nunmehr gelungen, zum Ende Februar den kroatischen Sat-TV-Betreiber Digi TV zu übernehmen. Dieser gilt zwar in Kroatien als Sparten-Anbieter, komplettiert aber für Telekom Austria die Basis im Balkanland, nachdem bereits 2011 der führende Kabelnetzbetreiber des Landes B.net gekauft wurde. Die Vipnet als 100%-ige Tochter der Telekom Austria Group, die selbst Mobilfunk und Festnetz-Services, aber auch fixes und mobiles Internet anbieten kann, beherrscht somit den kompletten Telekommunikationsmarkt in Kroatien.

Um trotz hoher Investitionskosten auf der Gewinnspur zu bleiben, kündigte Telekom Austria aber auch an, weiterhin an der eigenen Effizienz zu arbeiten. Nachdem im vergangenen Jahr zirka 70 Millionen Euro eingespart werden konnten sprach der CEO des Unternehmens Ametsreiter von einem Einsparungspotenzial von rund 100 Millionen Euro im Jahr 2013.

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