Kopi Luwak Kaffee – was man wissen sollte

Wenn es um den Geschmack geht, werden sicherlich einige ja sagen. Aber man sollte dabei wissen, dass der Kopi Luwak Kaffee aus dem Kot von Schleichkatzen hergestellt wird und dass diese Herstellung in den meisten Fällen mit viel Tierleid verbunden ist.

Wie entsteht der Kaffee?

Die Schleichkatzen fressen die roten Kaffeefrüchte, verdauen aber nur das Fruchtfleisch und nicht die Bohne. Diese wird im Magen fermentiert. Diese fermentierten und ausgeschiedenen Kaffeebohnen werden dann in Europa von manchen Anbietern als Kaffeespezialität für sehr viel Geld gehandelt. Deshalb ist das für viele Menschen (beispielsweise in Indonesien) ein lukratives Geschäft, was aber zum Nachteil der Tiere ist, da sie für die Produktion leiden müssen.

Tiere leiden für die Kaffeeproduktion

Die Schleichkatzen werden für die Kaffeeproduktion unter schlimmen Bedingungen gehalten. In Indonesien und auf den Philippinen sollen die Tiere in kleinen, verdreckten Käfigen gehalten werden. Häufig handelt sich bei diesen Tieren um Wildfänge. Sie werden also aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen. Die Katzenart bekommt häufig nichts anderes zu fressen, als Kaffeekirschen. Deshalb leiden sie oft unter Mangelerscheinungen, wie beispielsweise Haarausfall und unter starken Verhaltensstörungen.

Gibt es ethischen Kopi Luwak Kaffee?

Manche mögen jetzt argumentieren, dass man auch ethischen Kaffee (mit Fair Trade Siegel) nehmen kann. Aber selbst wenn man einen Kaffee kauft, auf dem steht, dass dieser von einem Wild- und nicht von einem Käfigtier stammt, kann es immer noch gut möglich sein, dass dies gelogen ist. Denn es ist schwierig, jeden einzelnen Kaffee zu kontrollieren. Also weiß man nicht, ob es sich wirklich um ethischen Kopi Luwak Kaffee handelt. Man muss sich also wirklich dringend selbst fragen, ob es einem das wert ist.

Gute Alternative zu Kopi Luwak Kaffee

Um besonderen, leckeren und hochwertigen Kaffee trinken zu können, muss man nicht Kopi Luwak Kaffee nehmen. Es gibt wahre Spezialitäten-Kaffees, wie man sie zum Beispiel bei www.60beans.com findet. Es gibt also richtig guten Kaffee von lokalen Röstereien und vor allem ohne Tierleid. Man kann vielleicht so auch Kleinbauern und nicht die Misshandlung von Tieren unterstützen. Wenn der Kaffee von kleinen Plantagen stammt, werden die häufig von Familien geführt, die hochwertigen und zugleich exklusiven Kaffee herstellen. Wenn man also einen „luxuriösen“ Kaffee sucht und kein schlechtes Gewissen haben will, sollte man auf die möglichen Alternativen setzten!

Kann man nun Kopi Luwak Kaffe empfehlen?

Letztendlich ist es immer die eigene Entscheidung. Aber eigentlich kann man nur vom Kauf dieses Kaffees abraten, da die negativen Aspekte doch so groß sind, dass sie es den Konsumenten wirklich nicht wert sein sollten, auch wenn man Kaffeebauern in Indonesien durch den Verkauf dieses Kaffees unterstützt. Denn das geht auf Kosten der Tiere. Es werden nicht nur die Tiere misshandelt, es ist dazu auch noch gleichzeitig fraglich, ob es sich überhaupt immer um einen original Kopi Luwak Kaffee handelt, den es zu kaufen gibt. Denn man geht davon aus, dass die Anzahl der Fälschungen erheblich hoch ist. Warum dann eventuell viel Geld für vielleicht „Fake-Kaffee“ oder Kaffee ausgeben, der womöglich unter grausamen Bedingungen gewonnen wurde? Man findet ja schließlich so viele ethische als auch durchaus bessere Optionen, sodass es keinen wirklichen Grund dafür gibt, diesen speziellen Kaffee zu wählen.

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