Kramp-Karrenbauer: CDU sollte Koalition mit Grünen ernsthaft erwägen

Berlin – Unmittelbar vor den Sondierungsgesprächen mit der SPD hat die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) an ihre Partei appelliert, eine Regierungskoalition mit den Grünen ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Die Grünen arbeiteten „sehr offen und ehrlich ihr Wahlergebnis auf“ und bewegten sich „wieder mehr in die Mitte“, sagte Kramp-Karenbauer der „Welt“. „Das steht in einem gewissen Gegensatz zur SPD.“

Von den Sozialdemokraten sei derzeit „nur zu hören, wie sehr ihr die große Koalition geschadet habe“, kritisierte das CDU-Präsidiumsmitglied, das im Saarland mit der SPD regiert. Jetzt gehe es darum, Verantwortung für Deutschland zu übernehmen. Kramp-Karrenbauer warnte vor „Psycho-Spielchen“. Die SPD müsse aufpassen, dass sie nicht „zum besten Werber für Schwarz-Grün“ werde. Wer als allererstes benenne, „welche und wie viele Ministerposten er haben möchte, bestätigt manches Vorurteil, das die Menschen von der politischen Kaste haben“. In den Sondierungen müsse die CDU „sehr ernsthaft sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen“ über die Zukunftsfragen des Landes reden, mahnte Kramp-Karrenbauer. „Auch wenn die ersten Sondierungen mit der SPD positiv verlaufen, müssen wir genauso offen auf die Grünen zugehen.“ Die Ministerpräsidentin: „Ich plädiere dafür, die Koalition mit der Partei einzugehen, mit der wir am meisten politisch erreichen können.“

Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer, über dts Nachrichtenagentur

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