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Kritik am Ethikrat nach geteiltem Votum zum Immunitätsausweis

Der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), hat den Deutschen Ethikrat nach dessen Votum zum Immunitätsausweis kritisiert. Dass das Gremium am Dienstag ein gespaltenes Votum zu der Frage abgab, ob ein Corona-Immunitätsausweis das richtige Instrument wäre, wenn sich eine Immunität zweifelsfrei nachweisen ließe, finde er "nicht hilfreich", sagte Rüddel dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben). "Ich hätte mir gewünscht, man hätte einen Kompromiss gefunden. Denn der Kompromiss ist die Stärke unserer Demokratie."

Er sei angesichts der Fortschritte und Entwicklungen, die man hinter sich habe, entspannt. "Wir sind kurz davor, funktionierende Schnelltests und Impfstoffe zu entwickeln. Dann hätten sich Überlegungen zu einem Immunitätsausweise erledigt." Sollte es verlässliche Impfstoffe geben, müssten möglichst viele Menschen ihre Impfausweise aber auch entsprechend aktualisieren lassen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich hingegen zufrieden mit der Tatsache, dass der Ethikrat einen Immunitätsausweis mit Blick auf den derzeit wissenschaftlich nicht möglichen Nachweis abgelehnt hatte: "Auf der Habenseite ist, dass es keine Empfehlung für einen Immunitätsausweis gibt", sagte er dem RND. "Das reicht mir erstmal." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Menschen in einer Corona-Warteschlange, über dts Nachrichtenagentur

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