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Kühnert für mehr gesellschaftliche Vielfalt in der SPD

SPD-Vizechef Kevin Kühnert sieht in seiner Partei noch erheblichen Nachholbedarf, um gesellschaftliche Vielfalt ausreichend abzubilden. "Wenn es um People of Color und Schwarze Menschen geht, ist die politische Repräsentation unterirdisch, auch bei uns", sagte er dem Nachrichtenportal Watson. Andererseits sei die SPD im Kampf gegen Menschenfeindlichkeit "landauf, landab mit vielen anderen Demokraten immer am Start".

Sowohl im Parteivorstand als auch in der Bundestagsfraktion der SPD seien "deutlich zu wenige Menschen mit Migrationsgeschichte", sagte Kühnert. Das liege auch daran, dass die Partei immer noch "relativ wenige" Mitglieder migrantischer Herkunft habe. "Sicherlich vermittelt die SPD an manchen Orten durch ihre über Jahrzehnte gewachsene Zusammensetzung auch noch den Eindruck, dass Menschen nichtdeutscher Herkunft oder Familiengeschichte vielleicht nicht willkommen sind " obwohl das Gegenteil natürlich der Fall ist", begründete er den Umstand. Zur Frage, ob sich das Problem über Quoten lösen lasse, sagte Kühnert: "Ich bin da hin- und hergerissen. Einerseits verfechte ich die Frauenquote bei uns. Andererseits: Wenn wir eine Quote auch für Menschen mit Migrationsgeschichte oder für Jugendliche einführen, habe ich die Sorge davor, dass wir dann die Mitglieder von Parteigremien gar nicht mehr auswählen könnten, weil sie sich aus den unterschiedlichen Quoten quasi von selbst ergeben." Andererseits hätten "Absichtserklärungen und Appelle" zu wenig bewirkt. Man müsse daher "weitere Instrumente" schaffen " allerdings "nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg". (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Kevin Kühnert am 06.12.2019, über dts Nachrichtenagentur

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