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Kühnert verlangt Recht auf digitales Endgerät

Der stellvertretende SPD-Chef und Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert fordert, dass Menschen in Deutschland ein Recht auf ein digitales Endgerät haben müssten. „Wir werden in Zukunft sicherlich dazu kommen müssen, dass es ein Recht auf ein digitales Endgerät gibt“, sagte Kühnert in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion vor dem Hintergrund der Schulschließungen in Deutschland wegen der Coronakrise. Die technische Ausstattung zu Hause sei „sehr unterschiedlich. Wenn Sie zwei Eltern haben, die im Home-Office arbeiten und die zwei schulpflichtige Kinder zu Hause haben, heißt das, dass Sie vier Endgeräte brauchen“, so der Juso-Chef weiter.

Nicht jeder in Deutschland könne privat eine solche Ausstattung bezahlen oder bekomme sie vom Arbeitgeber gestellt. Insgesamt entwickle sich das Thema Schule während der Coronakrise zum „Chaosthema“. „Alle jungen Eltern in meinem persönlichen Umfeld gehen inzwischen auf dem Zahnfleisch“, sagte Kühnert. Dies seien Familien, die tendenziell über vergleichsweise viel Wohnraum verfügten. „Ich möchte nicht wissen, wie das bei Familien ist, die mit zwei Kindern in einer Zweieinhalbzimmerwohnung leben“, so der stellvertretende SPD-Chef weiter. Das Ziel müsse daher nun sein, „so viele Schüler wie möglich, so schnell es geht, wieder in die Schule zu schicken.“ Die soziale Schere gehe durch die aktuelle Situation auseinander. „Die besser gebildeten und finanziell besser gestellten Haushalte können mit der Situation deutlich besser umgehen, als die Haushalte, die schwächer gestellt sind“, sagte Kühnert in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion.

Foto: Kevin Kühnert am 06.12.2019, über dts Nachrichtenagentur

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