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Künast: Klöckner soll Verbraucherwünsche berücksichtigen

Die Grünen-Agrarexpertin Renate Künast hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu aufgefordert, den im „Ernährungsreport 2020“ dokumentierten Bedürfnissen der Verbraucher stärker Rechnung zu tragen. „Der Report belegt, Verbraucherinnen und Verbraucher ernähren sich immer bewusster. Sie wollen gesunde Nahrungsmittel, weniger Fleisch und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung“, sagte Künast dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

Sie zeigten seit Corona vermehrt, dass sie regionale Lebensmittel sowie regionale Landwirtschaft schätzten. „Schade, dass die Politik der Bundesregierung weit hinterherhinkt“, beklagte sie. Die Grünen-Politikerin rief Klöckner zu strikteren Vorgaben auf. „Bundesministerin Klöckner hat beim Thema Ernährung bisher fast ausschließlich auf Freiwilligkeit gesetzt, statt die Ernährungswirtschaft zu verpflichten, das Lebensmittelangebot besser und gesünder zu machen oder die Lebensmittelverschwendung einzudämmen“, sagte sie. „Die Bundesministerin wird gerade auf allen Ebenen überholt“, so Künast. So erwarteten nicht nur die Verbraucher mehr, sondern auch die EU-Kommission, etwa im Kampf gegen Übergewicht, bei der verbindlichen Nährwertkennzeichnung und der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Künast forderte, dass die Bundesregierung ihre Ernährungspolitik stärker den Bedürfnissen von Verbrauchern und Landwirten anpasst. „Die Menschen wollen sich anders ernähren, und Bäuerinnen und Bauern haben zu Recht den Anspruch, dass Politik endlich an ihnen ausgerichtet wird und nicht an den großen Betrieben und der Weltmarktorientierung“, sagte die Grünen-Politikerin dem RND.

Foto: Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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