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Lauterbach kritisiert Aufkauf von Remdesivir durch US-Regierung

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Aufkauf des Großteils der bis September geplanten Produktion des erfolgversprechenden Präparats Remdesivir durch die US-Regierung scharf kritisiert. „Das ist ein extrem unfreundlicher Akt“, sagte Lauterbach dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Wenn sich auf diese Art und Weise Medikamente gesichert werden, ist das ein Alarmsignal und ein Grund zur Sorge“, fügte er hinzu.

Die EU müsse dringend klären, wie sie darauf reagiere. „Das ist ein Vorgeschmack auf das, was uns bei einem Impfstoff erwartet“, warnte der Gesundheitsexperte. „Wenn es keine zweite Pandemie-Welle gibt, sind die Remdesivir-Reserven in Deutschland ausreichend und es gibt keinen Grund zur Besorgnis.“ Man wisse aber nicht, wie sich die Pandemie entwickle und wann ein Impfstoff zur Verfügung stehe, sagte Lauterbach. So bestehe zum Beispiel die Gefahr, dass das Virus mutiere und gefährlicher werde. Medikamente zur Behandlung der schweren Verläufe seien daher unverzichtbar.

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

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