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Lehrerverband will Spezialisten zum Thema Extremismus für Schulen

Der Deutsche Lehrerverband fordert mehr Spezialisten an den Schulen, die bei Problemen mit Extremismus helfen können. "Die Länder müssen mehr Lehrer und auch Psychologen anstellen, die als Berater und Vermittler in die einzelnen Schulen geschickt werden können, wenn es dort Konflikte etwa mit dem radikalen Islam gibt", sagte der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben). "Für solche Probleme brauchen wir mehr eigens dafür ausgebildete Spezialisten, von denen sich die Schulen und betroffene Lehrkräfte beraten lassen können."

Meidinger reagierte damit auch auf die Ermordung und Enthauptung eines Lehrers in Frankreich, der beim Thema Meinungsfreiheit in der Klasse über die Mohammed-Karikaturen der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" diskutieren ließ. "Ich war sehr berührt von der Trauerrede von Präsident Emmanuel Macron, davon, wie er sich vor die Lehrer gestellt hat", sagte Meidinger. "Die deutsche Politik, auch Teile der Gesellschaft tun das üblicherweise nicht, bei uns ist derzeit eher Lehrerbashing angesagt." Der Präsident des Lehrerverbandes führte weiter aus: "Auch wenn wir es in Deutschland Gott sei Dank nicht mit so einem fürchterlichen Mord zu tun haben, gibt es doch das Problem, dass Lehrkräfte zunehmend Druck ausgesetzt und eingeschüchtert werden", sagte er. "Nicht nur von radikalislamisch geprägten Schülern und Eltern, sondern aus anderen Motivlagen heraus, denken Sie beispielsweise an die anonymen AfD-Meldeportale." Gebraucht würden jetzt auch unabhängige Ansprechstellen, sogenannte Ombudsstellen, an die Lehrer sich unter Vertrauensschutz wenden könnten, forderte Meidinger. "Manche Schulleitungen und auch Aufsichtsbehörden wollen von solchen Konflikten leider nicht immer etwas wissen. Sie fürchten um den guten Ruf der Schule." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

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