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Linke kritisiert Habeck-Vorstoß für Mindestpreis bei Tierprodukten

Der Vorstoß von Grünen-Chef Robert Habeck für einen Mindestpreis für Tierprodukte hat massiven Widerspruch der Linken hervorgerufen. „Die Preisdebatte der Grünen springt viel zu kurz und gibt moralisch implizit den Verbrauchern die Schuld“, sagte Linksfraktionchef Dietmar Bartsch der „Welt“ (Montagausgabe). „Weil die Zustände in den Schlachthöfen größtenteils skandalös sind, brauchen wir eine Strukturdebatte zur Landwirtschaft: zwölf Euro Mindestlohn, bessere Arbeitsbedingungen, lückenlose Kontrollen und weg von massenhaften Antibiotika“, so Bartsch.

„Wesentlich ist zudem die Frage der Kaufkraft, ansonsten bezahlen die Ärmeren die Politik der Grünen.“ Menschen mit einem „schmalen Portemonnaie“ brauchten mehr Geld in der Tasche, um sich Alternativen leisten zu können. „Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel.“ Die Grünen forderten eine grundlegende Reform der Fleischproduktion in Deutschland, nachdem sich mehrere Schlachthöfe zunehmend zu Corona-Brennpunkten entwickelt hatten. So verlangt Grünen-Chef Habeck unter anderem einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen über Subunternehmen, bessere Haltungsbedingungen für Tiere, eine „korrekte Entlohnung“ der Mitarbeiter und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in den Betrieben.

Foto: Fleisch und Wurst im Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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