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Linken-Chef will ökologischeres Profil

Linkspartei-Chef Bernd Riexinger will seiner Partei ein ökologischeres Profil geben. Es reiche nicht, sich auf die eigene Daseinsberechtigung zu konzentrieren und sich allein um Arbeiter und Arbeitslose zu kümmern, sagte Riexinger der „Süddeutschen Zeitung“. „Das halte ich für einen falschen Weg.“

Eine „moderne sozialistische Partei“ müsse auch auf Zukunftsfragen Antworten geben. „Der demokratische Sozialismus muss auch ein ökologischer Sozialismus sein.“ Riexinger forderte, die aktuellen Hilfsmaßnahmen in der Coronakrise für ein grundlegendes Umsteuern in der deutschen Wirtschaftspolitik zu nutzen. „Die klassische neoliberale Doktrin, dass der Markt es schon irgendwie alles regelt, die ist über den Haufen geworfen worden. Krise heißt auch Neubeginn“, sagte er. Man solle jetzt „den Mut aufbringen, auch wirklich die Richtung zu ändern“. Der Linkspartei-Vorsitzende plädierte dafür, Produktionslinien nach der akuten Krise nicht einfach wieder hochzufahren – ungeachtet der Frage, ob etwa die Auto- oder Luftfahrtindustrie noch eine Zukunft hätten. Riexinger sprach sich für „eine Art linken Green New Deal“ aus, der die Menschen nicht vor die Entscheidung stelle, ob sie ihren Arbeitsplatz oder die Zukunft ihrer Kinder sichern wollten.

Foto: Bernd Riexinger, über dts Nachrichtenagentur

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