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Linkspartei drängt Lafontaine zu Kandidatur für Bundestag

Berlin - Weitere führende Politiker westdeutscher Landesverbände der Linkspartei haben sich für eine Bundestagskandidatur des früheren Fraktions- und Bundesvorsitzenden Oskar Lafontaine ausgesprochen. "Sehr wünschenswert" nennt die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler, die am 22. September auch mit Hilfe Lafontaines in den Landtag in Wiesbaden zurückkehren will, eine Bundestagskandidatur des früheren SPD-Vorsitzenden: "Er kann Inhalte sehr gut vermitteln und wirkt in die sozialdemokratische Wählerschaft. Und er würde den Bundestag bereichern," sagte Wissler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Montagsausgabe).

Lafontaine wäre im Wahlkampf auch kein Ersatz r den Spitzenkandidaten Gysi. "Beide sind Zugpferde für uns," sagte die Linkspartei-Politikerin. Allerdings dürfe es keine wochenlange "Hängepartie" wie vergangenes Jahr um den Bundesvorsitz geben, drängte sie auf eine Entscheidung deutlich vor dem 5. Mai. Erst an diesem Tag will der 69 Jahre alte Lafontaine auf dem Parteitag der Saar-Linkspartei zur Listenaufstellung für die Bundestagswahl seine Entscheidung über eine Rückkehr in die Bundespolitik verkünden. Lafontaine ist seit Herbst 2009 Vorsitzender Linksparteifraktion im saarländischen Landtag. Der parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Alexander Ulrich, wünscht sich Lafontaine zusammen mit seiner in Nordrhein-Westfalen kandidierenden Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht und dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi als eine Art Spitzentrio. "Wenn alle drei auf dem Wahlzettel stehen wäre das sehr gut für uns," sagte der rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete der F.A.Z. Lafontaine habe eine "Lücke in der Bundestagsfraktion hinterlassen". Einen Machtkampf und einen neuen Richtungsstreit mit dem ostdeutschen Reformflügel der Partei um Dietmar Bartsch befürchtet Ulrich nicht. Schließlich habe sich auch der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, für eine Bundestagskandidatur Lafontaines ausgesprochen.

Foto: Oskar Lafontaine, TRIALON/Kläber/Linkspartei,

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