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Lüftungsgeräte erhalten ab 2016 ein Energielabel

Planung Lueftungsgeraet - Lüftungsgeräte erhalten ab 2016 ein Energielabel
80 bis 90 Prozent unseres Lebens verbringen wir laut Bundesumweltministerium in geschlossenen Räumen. Daher ist gute Raumluft auch elementar für unsere Gesundheit. Während in älteren Gebäuden ein natürlicher Luftwechsel über Fugen und Ritzen stattfand, ist dies beim heutigen Baustandard meist nicht mehr möglich. Für die modernen, luftdicht verpackten Energiespar-Neubauten und die energetisch sanierten Bestandsgebäude fordert daher die aktuelle Lüftungsnorm (DIN 1946-6) ein Lüftungskonzept. Meist ergibt diese Untersuchung, dass ein gesundes Raumklima nur durch eine Lüftungsanlage gewährleistet werden kann. Dafür bietet der Markt eine Vielzahl an Geräten in verschiedensten Preis- und Leistungsklassen. Eine gute Orientierung verschafft künftig das Energielabel, das bereits von Kühlschränken, Waschmaschinen oder Glühbirnen bekannt ist: Ab 2016 verrät es Verbrauchern auf einen Blick auch die Effizienz eines Lüftungsgeräts sowie seine Betriebslautstärke unmittelbar am Aufstellungsort und die Luftfördermenge.

Lüftungsgeräte: Verschiedene Effizienzklassen


Der neuen zufolge müssen Wohnungslüftungsgeräte ab 2016 mindestens so viel Primärenergie einsparen, wie sie verbrauchen. Mittels eines Klassifikationssystems lässt sich schnell erkennen, welches Gerät zuhause für gesunde Luftverhältnisse sorgt und gleichzeitig allen energetischen Anforderungen gerecht werden kann: Das Energielabel zeigt an, in welcher Effizienzklasse das jeweilige Lüftungsgerät rangiert. Ausgangspunkt ist Stufe "G": Die niedrigste "Energieeffizienz" des normalen Fensterlüftens. Demgegenüber bedeutet die höchste Klasse A+ eine Primärenergieeinsparung von über 42 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Dieser Wert ergibt sich aus der Verrechnung des Stromaufwandes zur Betreibung der Ventilatoren mit der Einsparung der Heizenergie. Zudem lässt sich am neuen Label ablesen, wie leise die Lüftungsanlage im Aufstellraum arbeitet und wie viel Kubikmeter Luft sie pro Stunde maximal fördern kann. Damit bietet das neue Label Verbrauchern eine gute Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über Preis und Leistung zu verschaffen.

Den individuellen Bedarf berücksichtigen


Das bekannte Energielabel ziert in Zukunft auch Lüftungsgeräte für die private Anwendung mit einer Luftförderungsleistung von bis zu 1.000 Kubikmetern pro Stunde. Ausgenommen sind nur Geräte ohne Wärmerückgewinnung unter einer Leistungsaufnahme von 30 Watt - also einfache Toilettenlüfter. Die für das einzelne Bauvorhaben sinnvollste Geräteklasse finden Bauherren und Sanierer am besten mit dem Fachmann vor Ort, der ganz genau die individuellen Anforderungen an Energierückgewinnung, Montageaufwand und Investitionsvolumen berücksichtigt.

Energielabel - Lüftungsgeräte erhalten ab 2016 ein Energielabel

Foto, Grafik: © djd/BDH
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