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Luftfahrtverband rechnet mit tiefer und langer Krise

Der Chef des Luftfahrtverbands IATA, Alexandre de Juniac, rechnet mit einer tiefen und langen Krise der zivilen Luftfahrt. "Die Fluggesellschaften werden in diesem Jahr mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen verlieren. Ohne staatliche Unterstützung würde die Hälfte der Airlines im Juni Konkurs anmelden", sagte de Juniac dem "Handelsblatt".

Die Fluggesellschaften würden bis Endes des Jahres nur 50 Prozent des Vorjahresumsatzes erreichen. De Juniac hält Staatshilfen daher für unausweichlich: "Die Staaten, die ihre Fluggesellschaften finanziell absichern, werden dann stabilere Unternehmen haben." Allerdings fürchtet er, dass staatliche Unterstützung zu Verzerrungen führen würde. Deshalb sollten die Staaten ihre Beteiligungen möglichst bald wieder abstoßen. Ende Mai rechnet der IATA-Chef mit dem Neustart der nationalen Märkte, im dritten Quartal werde das europäische Fluggeschäft dazukommen und später auch transkontinentale Flüge in großem Umfang. Voraussetzung dafür sei eine Einigung mit den Regierungen auf ein einheitliches neues Gesundheitsprotokoll, welches die IATA schon in den nächsten Tagen vereinbaren will. Das Fliegen wird demnach künftig deutlich anders ablaufen: Vorgesehen sind Checkpoints an den Flughäfen, an denen Schnelltests auf das Coronavirus stattfinden können. Im Flieger soll es Masken und eine umfassende Desinfektion aller Oberflächen sowie des Handgepäcks geben. Sitze sollen aber nicht frei bleiben. Insgesamt ist De Juniac optimistisch: "Der Appetit auf das Fliegen wird nicht abnehmen", sagte er.

Foto: Flugzeugkabine mit Cockpit-Tür, über dts Nachrichtenagentur

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