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Lufthansa-Betriebsratschef bewertet EU-Auflagen als „unfair“

Lufthansa-Gesamtbetriebsratschef Christian Hirsch hat eindringlich vor den negativen Auswirkungen der Maßnahmen gewarnt, die die EU-Kommission der Airline im Gegenzug für einen staatlichen Rettungsschirm abverlangt. „Alitalia, AirFrance, Ryanair und Easyjet: Sie alle haben staatliche Unterstützung bekommen, was ja grundsätzlich auch in Ordnung ist“, sagte Hirsch der „Bild“ (Freitagausgabe). „Gleichzeitig sind das aber auch genau die Airlines, die sich wohl auf unsere Slots bewerben werden“, sagte er unter Hinweis auf die von der EU-Kommission verlangte Aufgabe zentraler Lufthansa-Landrechte in Frankfurt und München.

Er könne da nur den Kopf schütteln: „Mir kommt es so vor, als würden wir dafür bestraft werden, gut gewirtschaftet zu haben. Das ist unfair.“ Christian Dürr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag, mahnte seinerseits an, die staatlichen Eingriffe in das Tagesgeschäft der angeschlagenen Airline gering zu halten: „Die Lufthansa muss unternehmerische Entscheidungen selbst treffen, um sich zu erholen. Wir brauchen weder eine zweite Deutsche Bahn noch eine Commerzbank der Lüfte“, sagte Dürr der „Bild“. Der Staat sei „nicht der bessere Unternehmer“.

Foto: Lufthansa-Maschine am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

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